Zu den Ortsgruppen

bitte ganz nach

unten scrollen!

 

RG MV, Stoppt LNG auf Rügen, Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen, 19.04.25

Unter dem Motto: "Saubere Küste ohne LNG-Terminal", fand am 19.04.25 an der Seebrücke Binz eine erneute Oster- Protestkundgebung gegen das LNG-Terminal, jetzt in Mukran, statt. Aufgerufen hatte die BI Lebenswertes Rügen.

Die Redner begrüßten Teilnehmer und Gäste der Insel Rügen, die zahlreich am Strand und auf der Seebrücke zusahen.

Thema war u.a. die Notwendigkeit des weiteren Aufbegehrens gegen den Ausbau des einstigen Fährhafen Mukrans zum Industriehafen. Denn es ist vorgesehen, neben Weiterführung der LNG-Produktion,  Wasserstoff mittels Ammoniak zu produzieren und eine finnische Firma will eine Bio-Kokerei auf dem Gelände betreiben.

Auf dem Prüfstand sind auch rechtliche Schritte gegen das LNG-Beschleunigungsgesetzes, welches nicht gehandhabt werden dürfte, da es seit dem Inkrafttreten zu keiner Zeit eine Gasmangellage in der BRD gegeben hat, wie Minister Habeck zugeben musste.

Die Insel Rügen hat mit ihren Naturerscheinungen, mit ihrer Kulturlandschaft genug zu bieten, ohne dass intensivierte Industrialisierung auf Rügen erfolgen sollte.

Die Bauarbeiten für das Terminal haben nachgewiesener Weise Teile der Ostsee nachhaltig geschädigt, u.a. wurden die mit EU-Geldern angelegten Seegraswiesen bei Mukran, die als Laichgebiet der Heringe notwendig sind, durch die Grabungssedimente zugeschüttet. Das zwar nur zu  8 % ausgelastete LNG-Terminal verursacht für die Anwohner Neu Mukrans zudem unerträglichen Lärm, der zwar unter den Grenzwerten liegt, aber durch seine tagumlaufende Beständigkeit belastend und gesundheitsschädigend ist.

Ein Gastredner aus Frankfurt/ Main erinnerte u.a. daran, dass mit der neuen Regierung auch  das Fracking in der gesamten Bundesrepublik möglich werden soll. Der Vertreter der BI Lebenswertes Vorpommern wies in diesem Zusammenhang hin auf die erfolgten Bohrungen nach Gas vor Wollin/ Polen/ Oderhaff-Mündung, die, so sie positiv bewertet werden, die Gasförderung im Frackingverfahren zur Folge haben. Dort wird Sauergas gefördert, welches nicht rein ist und auch Ölgemische an die Oberfläche holen. Sollte es in diesen sensiblen Ökosystem zu Havarien kommen, wäre der Schaden immens. Die Gäste aus Texas hatten ja 2024 hier vor Ort berichtet, welche Umwelt- und damit Lebensraumzerstörung die Frackinggasförderung in ihrer Heimat verursacht.

Abschlussredner war der Bürgermeister von Binz, der u.a. den Unterstützern der Aktionen seit 2023, gegen LNG, dankte und auch seinen Mitarbeitern, die es ermöglichen Klagewege finanziell abzusichern. Er ist empört, dass Kommunen, die begründete Widersprüche gegen Regierungsbeschlüsse haben, es sich finanziell nicht leisten können, dagegen Rechtsbeistand und ein Klagerecht wahrzunehmen. Empört auch darüber ist, dass nach einer Umfrage in MV 70 % der Befragten gegen LNG sind, auf Rügen sogar 90 %. und die Bürger einfach nicht gehört werden, um ja weiter Profite aus der Verbrennung fossiler Energien zu gewinnen, welches ein irrsinnig ökologisch falsches Unterfangen ist. Was durch Fachleute aus dem Energiesektorbereich schon lange bestätigt wird.

Im Anschluss der Kundgebung kamen ca. 80 Menschen zu einer symbolischen Menschenkette am Strand zusammen, Hand in Hand für eine saubere Ostsee ohne LNG-Terminals.

In den Gesprächen am Rand der Veranstaltung bewarb ich den IEC 2026 und sein Vorbereitungstreffen nächstes WE (26.04.25) und verwies dazu auf unsere Homepage-Seite für nähere Auskünfte, welche mindestens drei Gesprächsteilnehmer sich ansehen wollen.

Suse/ Stralsund

002 Redner Herr Wolfgang Kannegießer Binz 19.04.25 003 Binz 19.04.25

Die Binzer-Seebrücke mit Bannern geschmückt, stellvertretend für alle Redner*innen hier Herr Wolfgang Kannegießer, BI Lebenswertes Rügen.

 

 

001 Plakat für Einheit von Mensch und Natur Binz 19.04.25 004 Binz 19.04.25 Rügen kreativ!

Aktiv gegen Weltkriegsgefahr UG Plakat2022 DIN A4 210x294

Die 50 neuesten Beiträge