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Kontakt: Axel Korn, Ochsensteige 12/4, 89075 Ulm. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein sehr warmer Samstag zwischen zwei Hitzewellen und wir bauten unseren geplanten Infostand auf.

Mit der Frage "was muss gegen die Klimakatastrophe getan werden?" die Passant*innen ansprechen, schwerpunktmäßig junge Menschen, und dann, wenn sich ein Gespräch entwickelt, auf den Internationalen Umweltratschlag und Möglichkeiten seiner Unterstützung zu sprechen kommen. 

Soweit der Plan. Aber es war Urlaubszeit und heiß und wenige Menschen in der Fußgängerzone. Was waren unsere Erfahrungen?  Der Großteil reagierte nicht, aus Unsicherheit? Ratlosigkeit? Resignation? Eile? Stöpsel im Ohr? - aber das kennen wir, es gibt eben solche Stimmungen und auch andere Zeiten. Wir wissen inzwischen auch, dass das nicht Gleichgültigkeit dem Thema gegenüber bedeuten muss.

Es kam auch zu Gesprächen, wo wir Zustimmung bekamen wir in der Form: "Gut, dass ihr sowas macht" - "Ich tu schon vieles- bin ganz bei dir" - "Sprich mich nicht auf Frau Reiche an, sonst explodier ich" - "die Reichen müssten mehr besteuert werden" - " Du hast recht, mit dem Kapitalismus kann es nicht weitergehen". Ein anderer Teil vertrat Meinungen wie man sie in den Medien vorwiegend findet: "Gas ist zur Überbrückung nötig", "ich zahle fürs Klima bereits eine Menge Geld", "ich lebe vegan und fahre Fahrrad". Wir lernen so die Denkweise kennen, und immer besser auf sie eingehen, sie verändern.

Zum Beispiel sind Individuelle Lösungen sind begrüßenswert, aber die Erkenntnis muss wachsen: "Die kämpferische Umweltbewegung soll auch gesellschafts- und kapitalismuskritisch sein." (IEC-Flyer)

Beim Internationalen Umweltratschlag (IEC) 23.-25.Oktober in Stuttgart tauschen sich Aktivisten aus bisher 23 Ländern und 4 Kontinenten (Stand Juni) aus über ihre Erfahrungen und ihre Strategien. Besuche die Konferenz! Unterstütze die Vorbereitungen! Spende für die Anreise unserer Gastdelegation aus Niger /Sahel  - so führten wir die Gespräche fort.    Mehr Info zum IEC 2026 hier.

Wir hatten auch einen kleinen Flohmarkt  und nahmen 30,05 Euro zu IEC-Unterstützung ein. Und eine junge Frau gab uns ihre Mailadresse, um über weitere Aktivitäten informiert zu werden. 

Ein weiterer Flyer rief zur Solidarität mit dem Kampf der Autobelegschaften gegen Entlassungen und Werksschließungen auf. (z.B. Audi Neckarsulm).

Die Übersterblichkeit in Deutschland während der Juni/Juli-Hitze wird in diesem Flyer noch mit 6000 angegeben - das RKI geht inzwischen von 11900 (!)  aus (Stand gestern). Darauf machten wir auch durch eine Schweigeminute aufmerksam. 

 Eine unspektakuläre Aktion, wir sind aber stolz, dass wir die Hitzewelle und die Klimakatastrophe thematisiert haben und Spenden und eine Adresse gewonnen, und eine Reihe von Gesprächen zum Umweltratschlag geführt haben. 

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P2170475 small10. Juli 2026:   Mehr als 1000 Menschen beteiligten sich am der Kundgebung und Demo der DGB-Gewerkschaften, vorwiegend IGMetall und Ver.di. Früher waren "Reformen" Verbesserungen für die Beschäftigte und ihre Angehörigen. Seit Jahrzehnten wird darunter Umverteilung von Unten nach Oben verstanden.

Besonders Arbeiterfamilien und Alleinerziehende sind betroffen.Die Gesundheitsreform kostet sie bis zu 120,- € im Monat, der Wegfall des Wohngelds bis zu 400,- .  Mehr und länger arbeiten, später in Rente usw. 

Pfiffe gab es besonders über zitierte respektlose Lifestyle-Äußerungen des Bundeskanzlers. Denn es sind die Menschen in den Fabriken, Büros, in der Pflege, auf dem Bau, die alle Werte schaffen!

Für die Umweltgewerkschaft ist die Unterstützung dieser Proteste selbstverständlich. Wir kritisieren aber, dass die umwelt- bzw. klimazerstörenden Seiten der Regierungspolitik dabei ignoriert werden. Aus dem eh kleinen Klimafond werden sachfremde "Reformen" finanziert. In Gesprächen zeigte sich, dass die Besorgnis über die begonnene Umweltkatastrophe durchaus groß ist. 

Wir hätten es auch begrüßt, wenn die Solidarität mit den VW-, Porsche- und Mercedes-Beschäftigten eine größere Rolle gespielt hätte. Das gilt auch für die wahnsinnigen Rüstungsausgaben. Die Menschen spüren, wie alle diese Bereiche zusammenhängen. 

In unserem Demo-Block gab es (außer den organisierten ohrenbetäubenden Trillerpfeifen) auch gute Parolen: "Eure Krisen - nicht auf unserm Rücken!" - "Ohne Streik - wird sich nichts verändern!"

 

 

In Ulm rief ver.di für den am 9.6.23 - wie in vielen anderen Städten-  zu Demos auf.

Ver.di demo am 9.6kl

Denn die Merz-Klingbeil-Regierung plant:

- Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung

- Verschlechterung der Löhne und Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern

- Krankenhäuser werden schließen müssen

- Gesetzlich Versicherte müssen höhere Zuzahlungen bei weniger Leistungen hinnehmen.

- Krankheit wird verstärkt zum Armutsrisiko.

 

Klar, dass diese Proteste auch von der Umweltgewerkschaft unterstützt werden. Unsere Fahne wurde von der Rednerin erwähnt, so wie auch die anderen solidarisch Beteiligten wie die Linke, die IGM, das Solinetz, ATIK, und die Betriebsseelsorge. 

Denn die sogenannten Reformen gehen einher mit dem Ausbremsen der Erneuerbaren, des Klimaschutzes, der Verkehrswende, der Bauwende. Deshalb müssen Umwelt- und Arbeiterbewegung zusammengehen.

Allerdings fragt man sich, ob die Forderung nach "Rettung des Sozialstaats" nicht Illusionen schürt: Gab es den jemals - und kann es den unter einem einzig am Profitprinzip orientierten Wirtschaftssystem geben?

Richtig wiesen die Redner*Innen darauf hin, dass "die Töpfe nicht leer" sind, zum Beispiel bei den vielen Multimillionären und Milliardären, auch nicht bei den Vorständen der Pharmaindustrie. Was ist mit Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer? Was ist mit dem "Sondervermögen" für die Aufrüstung?

In der Demo gab auch Sprechchöre wie "Krisen und Kriege: Nicht auf unserem Rücken" sowie "Jugend- Zukunft- Sozialismus"

Das wirklich miese Wetter trug dazu bei, dass zu wenig Teilnehmende da waren: Ver.di versprach weitere solche Aktionen.

 

Festival Altdorfer Wald

 

Gerne machen wir Werbung für diese Veranstaltung in unserer Region:

 

Das Festival ist im Altdorfer Wald bei Ravensburg. Alle Infos, Anreise, Programm usw. findet ihr hier: https://alti-bleibt.de/ Schlafen könnt ihr in einem Baumhaus oder ihr bringt euer Zelt mit. Essen gekocht wird gemeinsam...

Es gibt viele Workshops rund um das Thema Bauwende. Denn 38% der Treibhausgas-Emissionen kommen von der Zementindustrie und dem Bausektor. Die begonnene Klimakatastrophe muss gestoppt werden - es geht um unsere Zukunft!

Lest dazu auch unseren Eintrag unten vom 16.3.2026

 

Ulm, 16.3.2026: Als Referenten für heute konnten wir den Umweltaktivisten Samuel Bosch aus Ravensburg gewinnen. Samuel gehört der WaldbesetzerInnen- Gruppe im Altdorfer Wald an. Das dortige Ökosystem - vor allem das wertvolle, reine Trinkwasservorkommen, -wird bedroht durch den expansiven Sand- und Kiesabbau. Dieses Material wird für die Herstellung von Beton und anderen Baustoffen verwendet. 

Samuels Vortrag war fundiert, und humorvoll-optimistisch. Es gab interessante Einblicke in das Leben auf Bäumen und in die Konflikte mit den Behörden. Und darüber hinaus tangierte er Zukunftsfragen, die uns als gesellschaftsverändernde Umweltbewegung ganz besonders auf den Nägeln brennen. Klar, dass sich wirklich alle Anwesenden an der anschließenden Diskussion beteiligten!

Über diese Fragen wurde sich ideenreich ausgetauscht:

Welche Ursachen treiben die klimafeindliche Zementwirtschaft wider jedes bessere Wissen an?  Welche alternativen Baustoffe hätte die Menschheit zur Verfügung?  Welche Wohnformen sind in einer nachhaltigen Zukunft denkbar? Muss eine Wirtschaft immer auf Profit und deshalb auf Wachstum, Wachstum, Wachstum orientiert sein?  

Ein weiterer, lehrreicher Themenbereich waren die Formen des Widerstands im Altdorfer Wald. Überraschend war für uns die Verankerung des Widerstands in der Region: Viele EinwohnerInnen informieren sich und bringen etwas mit. Kinder und Jugendliche machen Klassenausflüge zu den Baumhäusern. Kletterkurse, Vorträge, Führungen und Konzerte werden angeboten. Ein Gradmesser der Verankerung ist das Wahlergebnis bei der OB-Wahl in Ravensburg am 8. März. Bosch kandidierte und erhielt 8,1% der Stimmen. Respekt!

Wir hätten uns noch mehr Interessierte gewünscht! Dennoch war die Veranstaltung gelungen und hat sich sogar sogar finanziell getragen, inklusive eines Referentenhonorars.

 

BesucherInnen der Besetzung im Altdorfer Wald willkommen! (Haltestelle Vogt/Grund im Wald, Wolfegg)

Mehr Infoshttps://alti-bleibt.de/

fünf kahre Waldbesetzung

Forderungen an die Bauindustrie und Kommunen

Sanierung und Umbau vor Abriss!

Kreislaufgerechte Wiederverwendung von ganzen Bauteilen (Urban Mining, Gebäude als Materialbanken), Design for reuse

Holzbasierte Materialien (bis 80m Höhe möglich)

Neue Baustoffe: Hanfbeton, Mycel

Keine Verbrennung von Plastikabfällen in Zementwerken! Dekarbonisierung

 Mehr Infos: https://bauwende.de/

Wohnungspolitik:

Sozialer Wohnungsbau - erschwingliche Mieten!

Schluss mit Spekulation im Wohnungsbau!

Unsoziale Wohnungsgesellschaften enteigen!

Leerstände bewohnen! 

 

 

Rezension der Broschüre:

Sand- &Kies-Extraktivismus im Altdorfer Wald. Widerstand für eine Bauwende. (Oktober 2025)    - Die Broschüre ist auch bei der UG Ulm erhältlich!

Am Umweltaktionstag verschiedener Ulmer Gruppen am 15.11.2025  boten wir an unserem Info-Tisch auch eure grüne Broschüre an. Unsere Ravensburger Freunde brachten sie von einem Besuch eurer Waldbesetzung mit. Bekanntlich wird der Altdorfer Wald für Kiesabbau gerodet. Kies= Beton= Bauindustrie. 

Ich habe eure Broschüre gelesen.  Sie beschreibt den Nutzen des Waldes für den Menschen. Sie setzt sich kritisch mit der Holzgewinnung auseinander. Sie erklärt die Bedeutung der Gewässer für Artenvielfalt und den Menschen. Die Darstellung dieser Zusammenhänge ist sehr lehrreich!

Im Fokus steht der Kiesabbau bzw. „Kiesraub“: Wie er abläuft, wie Kies gehandelt wird, wie sich die Behörden in den Dienst des profitablen Geschäftes stellen. Das ist alles sehr informativ,  auch für über eure Region hinaus! Bemerkenswert ist dann aber, wie ihr eure Wald-Aktionen in den Zusammenhang mit der notwendigen Bauwende stellt!

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Wie die Verkehrswende (Elektrifizierung der Mobilität , Ausbau des ÖPNV usw.) muss auch das Umdenken bei der Bauwende mehr in den Fokus rücken, vor allem wegen der klimaschädlichen Zementproduktion. Aber nicht allein deshalb. Hier geht die Broschüre ganzheitlich und perspektivisch an das Thema ran: Schluss mit dem Bau von „Wegwerfwohnungen“, die nur 70 Jahre halten! Mehr renovieren statt abreißen! Für Bedürfnisse, nicht für Profite bauen! Kreislaufwirtschaft und schonender Umgang mit unseren Ressourcen! Rettung unserer natürlichen Existenzgrundlagen!

Konsequenterweise greift die Broschüre die kapitalistische Wirtschaftsweise an. Dagegen sei letztlich der aktive Widerstand erforderlich.  Weil sich das Neue und Vernünftige sonst nicht durchsetzt. Eure Baumbesetzergruppen haben die Sympathie großer Teile der Bevölkerung gewonnen. Das ist wichtig. Notwendig ist aber auch, die Arbeiterbewegung für die Bauwende und weitere Umwelt-, bzw. Klimafragen zu gewinnen. Sie hätte die größte Durchsetzungskraft, wegen ihrer Rolle in der industriellen Produktion, rnationalen Vernetzung auch weil sie direkt die Profite „schafft“.

Ihr schreibt als Fazit, wie unglaublich wichtig es sei, „die Verbindung zwischen lokal und global herzustellen“. Bitte setzt euch deshalb mit dem Internationalen Umweltratschlag (IEC2026) auseinander. Ein Forum oder Workshop zum Thema „Bauwende“ – ausgehend von euren Erfahrungen und im Austausch mit ähnlichen Initiativen- wäre eine große, notwendige Bereicherung. Wir werden für eure Broschüre werben!     https://alti-bleibt.de/https://wald-statt-asphalt.net/altdorfer-wald-bleibt/

Der Wiener Publizist und Umweltaktivist Alexander Behr war zu Gast in den Roxy - Hallen. Anlass: Das alle zwei Jahre stattfindende Allerweltsforum - zu dem Ulmer Gruppen eingeladen sind, die zum Thema Umwelt, Frieden, Nachhaltigkeit usw. arbeiten. Die Umweltgewerkschaft Ulm ist jedesmal dabei, diesmal um Mitstreiter:innen für die Vorbereitung des Internationalen Umweltratschlags zu gewinnen. 

Allerweltsforum 2025 mit WollsockenverkaufAlexander Behr stellte sein neues Buch "Globale Solidarität: Wie wir die imperiale Lebensweise überwinden und die sozial-ökologische Transformation umsetzen. Gemeinsam gegen die Krise und eine gerechte Welt für Mensch und Ökosysteme". Der Vortrag war inspirierend und regte anschließend eine breite Diskussion an.

Seine 10 Thesen für den Abend fanden große Zustimmung. Aber zentrale Begriffe in den Thesen (sein Buch kennen wir noch nicht) enthalten eine Unschärfe, die zu falschen Vorstellungen führen. Da sind wir in der Umweltgewerkschaft und in unseren Publikationen schon weiter. Die "imperiale Lebensweise" suggeriert, dass "wir alle" uns verändern müssen. Welche Wirtschaftsweise ist die Ursachen und wer sind unsere Hauptgegner? Die "sozial-ökonomische Foto mit A. BehrTransformation" suggeriert,  dass der Weg eines "Green Deal" (EU) oder dass "Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie" (vor allem grüner Poltiker:innen) möglich sei! Dieser Weg scheitert doch gerade überall! - Das sind aber wichtige Fragen einer Strategiedebatte der Umweltbewegung .

Unsere Gruppe hätte zur Diskussion noch mehr beitragen können, wenn wir uns darauf vorbereitet hätten. Immerhin wurde eingebracht, dass bei all den gleichzeitigen heutigen Problemen ein Hauptgegner auszumachen ist, nämlich die Profitwirtschaft und namentlich eine kleine Gruppe extrem mächtiger Konzerne und Banken. Und Politik und Medien würden alles tun, um diese Herrschaft zu schützen. 

So weit zu seinen Thesen - ob das Buch mehr Klarheit bringt?

An unserem Infostand machte den größten Umsatz eine Kollegin mit ihren selbstgestrickten Wollsocken zugunsten des "Gaza soll leben" - Projekts.  Eine tolle Initiative! Aber auch unser Broschürenverkauf - zugunsten des IEC 2026 - brachte 22,- € ein. (Foto: 1 UG Ulm   2. Ulmer Netz)

 

Aktiv gegen Weltkriegsgefahr UG Plakat2022 DIN A4 210x294

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