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Illustration Andrea Thiele/ GEOMAR
Altmunition im Meer
Im Angesicht der Weltkriegsgefahr
Noch immer liegen geschätzte 1,6 Millionen Tonnen Altmunition auf dem Meeresboden der deutschen Nord- und Ostseeküsten. Ergebnis von Kampfhandlungen gegen Schiffe und Flugzeuge während der Weltkriege.
Das ist vor allem eine Folge der Versenkung von überzähliger Munition nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwischen 1969 und 1971 wurden erstmals Untersuchungen hinsichtlich chemischer Kampfstoffe in Versenkungsgebieten getätigt. Da man aber nicht wusste, wie sie zu bergen sind, beließ man sie vor Ort!
Von Juli 1945 bis Januar 2016 sind 418 Todesfälle und 720 Verletzte, mit Bezug auf das Thema Altlastmunition an den deutschen Küsten, bekannt geworden. Nach mehr als 70 Jahren am Meeresboden treten die in der Munition enthaltenen giftigen Substanzen aus. TNT, Quecksilber, Blei und andere, oft erst im Kontakt mit Wasser und Luft entstehende unkontrollierbare unbekannte Stoffverbindungen. 1993 erschien der erste offizielle Bericht von staatlicher Seite. Doch erst seit 2009 (!) gibt es kontinuierliche Untersuchungen und Nachweise über Funde und Sprengungen.
Dank der Mitarbeiter der UNI Kiel/ GEOMAR wird seit 2011 der Munitionsbelastungsbericht der deutschen Gewässer jährlich herausgegeben. In diesem werden alle Funde an der deutschen Nord- und Ostseeküste registriert und der Verbleib dokumentiert. „Forschungen haben gezeigt, dass sich sprengstofftypische Verbindungen auch über die Versenkungsgebiete hinaus im Wasser ausbreiten. Diese Belastung wird mit fortschreitender Korrosion noch zunehmen und Risiken weiter steigen, wenn die Altlasten nicht geborgen werden. Steigende Temperaturen und zunehmende Stürme beschleunigen den Zerfall der Munition im Zuge des Klimawandels.“¹
Die seit 2019 gestarteten verschiedenen Forschungsprojekte, die meisten sind 2024 ausgelaufen, wurden mit weniger als 10 Millionen Euro von der Bundesregierung finanziert, denn Altlastmunition ist Ländersache. Nur die Sicherheit der Bundeswasserstraßen liegt im Muss einer Finanzierung durch die Bundesregierung.
Die Bundesregierung wollte bis 2025, im Rahmen des Koalitionsvertrages, als Sofortprogramm für Munitionsfindung und -bergung im Meer, 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen. (Ob dieses erfolgte, konnte durch den Verfasser nicht recherchiert werden.) Die am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel seit 2016 erfolgte Forschung in Projekten wie BASTA, ExPloTect oder CONMAR, haben neue Erkenntnisse in Sachen Ortung, Kartierung und Analyse der chemischen Wasserproben hervorgebracht.
„Offen blieb bislang die letzte und entscheidende Phase: die endgültige Räumung und Entsorgung von schlecht handhabbaren Munitionsobjekten in einem industriellen Maßstab. Hier setzt das Projekt CAMMera an. An dem vom GEOMAR koordinierten Projekt wirken Industriepartner aus mehreren Ländern in Europa mit.“²
Angesicht der Masse, alleine an den deutschen Meeresküsten vor sich hin korrodierender Altlastmunition, angesichts der wissenschaftlich nachgewiesenen Vergiftung der maritimen Flora und Fauna grenzübergreifend, angesichts der steigenden Gefahrenlage durch noch nicht kartografierter Munitionsaltlast für Urlauber, Techniker und Arbeiter im maritimen Bauwesen, Tauchern usw., frage ich mich, wozu Milliarden an Euro, Dollar, Rubel, Yen, Lire … ausgegeben werden, um noch mehr Waffen und Munition zu produzieren, die noch größere Vernichtung und Umweltschädigungen verursachen.
Zudem werden diese Gelder, aus denen herausgepresst werden, die der Schädigungen durch Waffen ausgesetzt werden, der Bevölkerung. Die Meere kennen keine Grenzen! So muss statt Aufrüstung eine länderübergreifende Koordinierung und Forschung, eine grenzüberschreitende Bergung und Vernichtung der Altlastmunition erfolgen. Altlastmunition ist ein Teil der gesamtschädigenden Einflüsse auf das Öko-System Meer.
Umweltschutz muss dringend auch Teil der Friedensbewegung sein!
Suse/ Stralsund, mit freundlicher Genehmigung von Frau Ilka Thomsen/ GEOMAR
Quellen & Links
¹https://www.geomar.de/entdecken/munition-im-meer
² https://www.geomar.de/news/article/cammera, Projektleiter: Prof. Dr. Jens Greinert, Meeresbiologe/ GEOMAR, gefördert von der EU mit 5,6 Mill. Euro

Forschungstaucher an Seemine, Lübecker Bucht/ GEOMAR

Dr. Jens Greinert, Projektleiter CAMMera, mittig-vorne bei der Auswertung von Unterwasseraufnahmen mit Kollegen/ GEOMAR
RG MV/ Stralsund
Hiroshima-Gedenktag 6.8.2025
Das Stralsunder Friedensbündnis und deren Freunde haben in der Vorbereitung des Hiroshima-Gedenktages viel Kleinarbeit geleistet.
Punkt 08.15 Uhr Ortszeit läuteten die Glocken der städtischen Kirchen. Der Bürgermeister lies die „Majors for Peace“-Fahne am Rathaus wehen.
Die Russische Gemeinde aktivierte ihre Mädchen Tanzgruppe, in der auch ein ukrainisches Mädchen aktiv ist!
Alle Mitglieder und Freunde bewarben die Veranstaltung, so dass ca. 30 ständige und durchlaufend bis zu 100 Menschen am Veranstaltungsort beisammen waren.
Gut moderiert vom Stralsunder Friedensbündnis, erklangen Friedenslieder, wurde der Tag des Bombenabwurfs auf Hiroshima aus Sicht der Todespiloten geschildert, die Zahlen und Fakten von Tod und Leiden bis zum heutigen Tag benannt. Die Tanzgruppe gab ihre Selbstchoreografie zu Krieg und Frieden wieder, ein Handwerker der Schmiedezunft bearbeitet ein Schwert zu einer Pflugschar um. Es wurde in Worten gemahnt und erinnert, die Bibel zitiert und doch auch gegen die Verwendung der Religion in Sachen Krieg gesprochen.
Sadako Sasakis Lebensgeschichte, ihr Kampf gegen die Leukämie, das Falten der Kraniche als Symbol für Hoffnung und Glück, war auch Thema des Tages.
Viele Veranstaltungsteilnehmer waren beeindruckt, sagten, dass sie so manche Fakten nicht kannten und bedankten sich. Einzelne trugen sich in der Mitmachliste zum Protest gegen die geplante Atomwaffenstationierung ein.
Für mich blieb aus der Hauptrede des Herrn Bock vor allem in Gedanken, was diese Politiker, die jetzt dieses Kriegstreiben zu verantworten haben, tun werden, wenn sie nach einem nuklearen Krieg aus ihren Bunkern kriechen. Was werden sie vorfinden? Ein Weltkrieg ist heute nicht gewinnbar!
Rohstoffe, Menschen, Gelder, die heute in Kriege „investiert“ werden, brauchen wir im Kampf um Erhalt der Lebensgrundlage, zum Überleben der Menschheit.
Leider konnte ich am Rande der Veranstaltung nur zwei Gespräche führen, diese aber eher zum Thema Faschismus heute und mediale Beeinflussung und seine Auswirkungen.
Suse/ MV/ HST
Majors for Peace
gemeinsames Verlesen des Tagesablaufes des Atombombenabwurfes Hiroshima
Die Mädchen-Tanzgruppe, gemeinsam, russische und ukrainische Wurzeln
Die Mädels übergeben dem Schmied das Schwert, um es zu einer Pflugschar umzuformen.

Die Geschichte des Mädchens Sadako Sasaki, eines der Themenplakate.

001 Stand der RG MV am 05.07.2025 in Rostock
Umweltgewerkschaft Ahoi!
Startschuss für eine aktive Gruppe in Rostock
Seit längerem hat unsere Regionalgruppe MV nichts mehr gemeinsam gemacht. Keine Zeit, andere Dinge sind wichtiger, und und und. Ihr kennt das vielleicht. Doch was könnte wichtiger sein, als die Erde vor dem Kollaps zu retten?
Mit Hilfe des Bundesvorstands haben wir also für den 05.07.25 eine Kundgebung in der Rostocker Innenstadt geplant und durchgeführt. Die Organisation lief noch etwas holprig, aber wir haben einen tollen Stand auf die Beine gestellt. Thema war: „Stoppt Fracking! Stoppt LNG!“
Schon seit der Ankunft der LNG-Tanker an der Ostseeküste, beschäftigt das Thema die Leute und es regt sich Widerstand – besonders vor Ort auf Rügen. Wir wollten mit unserer Kundgebung dem Protest eine Bühne „in der großen Stadt“ geben, über Rügens Küsten hinweg die Menschen informieren und bewegen.
Bevor es richtig los ging, malten wir mit Kreide einige Parolen auf den Boden, um die Menschen neugierig zu machen. Am Stand liefen Lieder, die den Umweltkampf thematisierten und das offene Mikrophon wurde für Reden, auf antifaschistischer Grundlage, freigegeben.
Viele Leute hörten interessiert zu und wir kamen ins Gespräch. Einige waren hin und her gerissen zwischen den Problemen der Zeit – engagiere ich mich für die Umwelt oder gegen Faschismus, kann ich überhaupt was tun?
Viele Leute hegen auch noch die Hoffnung, dass die Politik das Ruder herumreißen wird. Wir argumentierten, dass es wichtig ist, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und sich zu organisieren! Das diskutierten wir nicht nur in einzelnen Gesprächen, sondern auch am offenen Mikrophon.
In den Reden spann sich der Bogen zwischen dem lokalen Problem LNG hin zur globalen Umweltkatastrophe, hin zu Krieg und Faschismus. Sie zeigten aber auch auf, was man dagegen tun kann. Wir müssen noch besser daran arbeiten uns am Mikro wirklich kurz zu fassen.
Besonders haben wir uns über die Unterstützung der BI „Lebenswertes Rügen“ gefreut. Der Autor Thomas F. Kunstmann hat in seinem Buch: „Rügen wehrt sich. Die LNG-Proteste der Bürgerinitiativen im Spiegel der Medien“, den Widerstand an Hand der Presseberichte dokumentiert. Er hat eine sehr emotionale informative Rede gehalten und wir empfehlen sein Buch sehr.
Gegen Spende gaben wir unser Informationsmaterial an die interessierten Menschen. Besonders haben wir uns auf die Fracking-Broschüre konzentriert. Aber auch unser vorab erstellter Flyer zum Thema wurde über 100 mal mitgenommen. Viele haben sich auch für unsere Anstecker und Sticker interessiert und dafür gespendet.
Insgesamt konnten wir sieben Kontakte gewinnen, die sich sowohl für die UG, aber auch für den internationalen Umweltratschlag interessieren. Wir freuen uns darauf, sie näher kennen zu lernen und ein aktives Gruppenleben in Rostock und MV aufzubauen!
Luisa/ Rostock
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Foto:
002 Straßenkunst
003 Thomas Kunstmann am "offenen Mikrofon"
004 Th. Kunstmann, BI Lebenswertes Rügen
005 "Rügen wehrt sich"
006 schwungvolle Moderation
007 das neue Transparent für ein Ende der fossilen Energiegewinnung, Thema LNG/ Fracking
008 Grüße des Bundesvorstandes
009 Vorstellung der Fracking-Broschüre
010 kämpferische Rede zur Einheit von Arbeitskämpfen und Umweltbewegung
011 kämpferische Stimmung im Regennachmittag
012 im Gespräch
Art. 5 GG, Recht auf "freie" Meinungsäußerung
RG MV, Tag der Bundeswehr in Stralsund
Alle vier Zugänge zur Hafeninsel in Stralsund, auf welches der Bundeswehrtag 2025 begangen wurde, waren durch die verschiedensten Friedenskooperativen und Parteien "besetzt".
Von der Jugend der Linkspartei wegen der Nähe zur Partei MLPD ausgeladen, vom Rostocker Friedensbündnis "vergessen zu benachrichtigen", von der sich selber nicht als "Querdenker" sehendem Stralsunder Friedensbündnis und der MLPD explizit eingeladen, entschied ich mich, da alleine von der UG vor Ort, von meinem Recht gem. Art. 5 GG, der Freien Meinungsäußerung Gebrauch zu machen und musste mich daher nicht anmelden. Lange vor dem Veranstaltungsbeginn, baute ich in Sichtweite des Tender "Elbe" meinen Block auf. Zu Beginn des Veranstaltung kam dann die Polizei, Vertreter der Ordnungsbehörde und der Veranstaltungsleiter der Bundeswehr zu mir und forderten mich auf, alles umgehend abzubauen und mir einen anderen Standort, mit WENIGER Meinungsäußerung zu suchen. Für diese MASSE an Äußerungen, währe ein Antrag an die Stadt nötig wegen Sondernutzung. Einen solchen könne ich aber jetzt nicht einreichen, weil am Wochenende niemand in der Behörde sei....Ich sagte dem leitenden Polizeibeamten nicht, dass neben ihm eben jene Behörde vertreten sei. Wegen der sachlichen und um eine Erklärung bemühten Atmosphäre im Gespräch durch die Polizei und des Vermeidens einer Beschlagnahme der Plakate und des Banners, verließ ich den Platz.
Bis zur Räumung meines Platzes konnte ich aber schon mit Bundeswehrsoldaten und ersten Besuchern sprechen. Es zeigte sich hier bereits ein großes Maß an Polarisierung der Meinungen. Wenn auch von den "frühen" Besuchern mehr Zustimmung für die ausgestellten Aussagen kamen, im Gegensatz zu später, als die Menschen vorbeiströmten, die das organisierte Spektakel an Waffenschau und Manövervorführungen erleben wollten.
Der zweite Ausstellungsplatz ( siehe oben) war dann auch nicht verkehrt, in Sichtweite zur MLPD. Eigensicherung ist wichtig, wenn man alleine unterwegs ist!
Besonders die Aussage zum Charakter einer Armee und "Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter!" waren häufigster Aufhänger zu einem Gesprächsbeginn. Ein Bundeswehroffizier stimmte mir zu, dass die Völker keinen Krieg wollten, die Verantwortung dazu läge bei der Politik und der Wirtschaft. Doch er ist für eine Landesverteidigung. Dennoch, so meinte er, könne er an der Front doch nicht fragen, ob sein Gegenüber Arbeiter wäre, der würde doch auch schießen und nicht fragen. Ich antwortete ihm, dass diese Aussage von mehreren Seiten betrachtet werden müsse. U.a., dass international die Klasse der Arbeiter und Bauern die größte Anzahl an Soldaten stelle, somit auch den höchsten Blutzoll bei bewaffneten Auseinandersetzungen, welche dann auch noch von den Familien der Soldaten erpresserisch durch den Staat finanziert würde. Da stimmte er mir zu. Er stamme selber aus einer Arbeiterfamilie, heiße die Aufrüstung der Bundeswehr zu einer Angriffsarmee nicht gut. Das Geld würde für Soziales viel dringender benötigt. Mit dieser Meinung würde er in seiner Einheit auch nicht alleine stehen. Er möchte auch, dass er und seine Soldaten wieder heil nach Hause kommen. Jedoch, gab er zu bedenken, hätte er in seinem Afghanistan-Einsatz auch Gutes bewirkt. Er war u.a. Zuständig für den Schutz einer Mädchenschule. Versaut, so seine Meinung, hätten es dann aber die Politiker.....
Etliche Menschen schilderten mir ihre persönlichen Gründe, den Frieden bewahrt sehen zu wollen. Darunter zwei Mannschaften von Segelbooten, die einfach die Welt mit ihren Menschen und der Natur erleben wollen....Was bin ich ihnen verbunden!
Die Propaganda der Medien zum Feindbild Russland wirken jedoch auch tief in der Bevölkerung. U.a. die Geschichtsverfälschung der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die Rote Armee und der Alliierten. Ich solle doch mal die Geschichte Russlands studieren, so ein Besucher, die würde von Annexionen, Deportationen und Vertreibung bestimmt.
Das Umweltthema kam nur zwei Mal zur Sprache mit Zustimmung zur Aussage, dass Aufrüstung, Manöver und Krieg Ressourcenverschwendung und Umweltverbrechen seien.
manches Mal auch fotografiert
An den anderen Proteststandorten kamen die unterschiedlichsten Themen zur Sprache. U.a. das kapitalistische Weltsystem und seine Krisen (MLPD), , Podiumsdiskussionsrunden zu Krieg und Frieden (LINKE/ Straßenfest), 1 Mill. Stimmen für den Frieden, eine Petitionsunterschriftensammlung an den Landtag MV (Norddeutsches Friedensbündnis), keine Mittelstreckenraketen in Europa/ Bekanntmachung des Anschaffens von mehr als 8400 Leichensäcke durch die Bundeswehr (Stralsunder Friedensbündnis).
Die Bundeswehr hatte an mehrere Standorten Karrierecenter eingerichtet, es gab Open-Ship, Besichtigung von Hubschrauber, Patriot-Raketensystem, verschiedene Heerestechnik, doch diesmal ohne schwere Panzer und mehr. Viele Besucher, vor allem Jugendliche und Kinder, trugen beim Verlassen der Veranstaltung Werbemittel der Bundeswehr mit sich. ("Wir führen dich zu deinen Stärken!")
Die Korvette "Magdeburg" Heimathafen Rostock
links: Start des Hubschraubers vom Tender zur Vorführung des Absetzens von Einheiten ins Wasser und Bergung aus dem Wasser., mittig: Der Tender "Elbe" (Versorgungsschiff Schnellbootgeschwader) Heimathafen Rostock, rechts: Tieffluggenehmigung für Airbus 400M (3) und Eurofighter (ohne Bild, zu schnell)
Am Nachmittag fand dann die Vereidigung der neuen Rekruten auf dem Alten Markt in Stralsund statt.
Mit weltoffenen Friedensgrüßen aus Stralsund! Suse
Der Hitzefaktor!
Die steigende Anzahl an Hitzewellen sind Begleitzeichen der begonnen Umweltkatastrophe.
Temperaturen über 40 Grad Celsius, über mehrere Tage am Stück, werden von den Meteorologen als realistisch angesehen. Die Anzahl an Tagen mit ca. 30 Grad Celsius, haben sich seit den 50ern nachweislich verdreifacht.
Zu den hohen Temperaturen kommen zeitgleich oft starke Veränderungen der Luftfeuchte, von Allergenen und Schadstoffen wie Ozon, den Winden und eine erhöhte UV-Strahlungsbelastung.
In Städten und Ballungsgebieten kommt es zu stark aufgeheizten Zonen, die sich auch nachts nicht abkühlen, URBAN-HEAT-ISLAND-Effekt genannt.
Der Mensch hat eine Normaltemperatur von ca. 37 Grad Celsius. Dabei sind die Gliedmaßen kühler als die inneren Organe. Durch Schwitzen können wir geringe Temperaturunterschiede ausgleichen. Doch dabei können Körperfunktionen ins Ungleichgewicht geraten. Organfunktionsstörungen, Einschränkungen der kognitiven und motorischen Fähigkeiten sind die Folge. Die Leistungsfähigkeit kann schon bei 32 Grad Celsius bis zu 50 Prozent fallen!
Gefährdet sind bei Hitzewellen besonders Kinder, ältere und chronisch kranke Menschen, Schwangere, Arbeitskräfte in Schutzbekleidung und Menschen, die beruflich im Freien arbeiten, aber auch Obdachlose.
Wetterwarndienste, Hitzeaktionspläne in Ländern und Kommunen, örtlich auch öffentliche Kühlräume, Klimaresilienzmanagement für die Städte...jedoch noch keine länderübergreifenden und verpflichtenden Lösungen.
Man kann/ muss einiges selber tun, doch auch Nachbarschaftshilfe ist wichtig.
Quelle: WDR/ Quarks/ Umweltbundesamt 2016
05.06.2025, Rostock, kleine Proteststation des Rostocker Friedensbündnisses an der Pier, beim Auslaufen der am NATO-Manöver beteiligten Marineschiffe
RG MV mit dem Rostocker Friedensbündnis
Viele Zuschauer säumen die Uferbefestigungen des Seekanals des Rostocker Hafens zur Ostsee. Zumeist interessiert an den eigenen und fremdländischen Marineschiffen an sich. Beworben über die Presse als spannende Ausfahrt, ähnlich wie bei der Hanse-Sail.
Doch die Plakate des Rostocker Friedensbündnisses reizten auch zum Widerspruch. Beschimpfungen als Putins-Kolonne, Lügner hinsichtlich der Friedensfahnen, die wir tragen, Landesverteidigung sei kein Verbrechen und anderes und dann doch der ein oder andere, der anfangs lautstark seine Meinung uns entgegenschleudert und dann den Mut hatte, der sachlichen Argumentation entgegenzukommen, auch wenn man sich am Ende der Diskussion nicht unbedingt in allen Punkten der Weltanschauung einig ist.......Zuspruch im Ganzen, uns gegenüber geäußert, vernahm ich jedoch keinen.
Vielfältig waren aber auch andere Gesprächsthemen. Der Verrat des Sozialismus, warum man den Sozialismus nicht endlich wieder als Ziel beim Namen nennt (!), wie sich eine neue gerechte Welt vorstellen, welchen Umfang die Ressourcenverschwendung für die Aufrüstung hat, dass auch Manöver Umweltverbrechen an Mensch und Natur sind, Kriege ja eh, dass der Frieden, den die Völker wollen, nicht der Frieden der heutigen Politiker ist. Das der Charakter des Staates, den Charakter seiner Armee bestimmt (!). Wir sollten doch weniger GEGEN, mehr "für" etwas sein.
Die Polizei war als Streife permanent vor Ort, doch wir wissen nicht, wen sie beschützen wollten. Die Soldaten an der Pier vor uns, uns vor Provokateuren der rechten Szene....?
Und die Presse war äußerst fleißig. Die einen drehten und interviewten zum Thementag, die anderen für eine 90* Sendung am Tag der Deutschen Einheit, um die Polarisierung in der Gesellschaft aufzuzeigen, ob wir noch fähig sind, überhaupt miteinander ins Gespräch zu kommen. Da hatten sie dann hoffentlich von uns genügend Drehmaterial vor Ort bekommen.
Die nächsten Friedensaktionstage stehen schon fest: Bundeswehrtag 28.06. in Stralsund, Hiroshima-Gedenktage 6.-9.9. an den Orten, Anti-Kriegstag am 01.09. auch bundesweit.
Mit wehender UG-Fahne in steifer Brise: Suse/ Stralsund
Tja, Umweltschutz und Völkerverständigung sieht anders aus, rechts wäre ein gutes Vorbild, die Fähre nach Gedser.







