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Orts-/Regionalgruppen
Berichte von den Orts- und Regionalgruppen.
Neckarwestheim
Rund 500 Menschen gedachten am Sonntag an die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima vor zehn Jahren. 200 weitere Menschen hatten Grußbotschaften geschickt, die vor dem Atomkraftwerk gezeigt wurden. Der Demo-Zug erinnerte auch an die große Menschenkette vom Atomkraftwerk zur Landesregierung in Stuttgart am 12. März 2011 mit 60 000 Teilnehmern. Dieser gewaltige Protest trug damals zur Abschaltung des AKW-Blocks I in Neckarwestheim und weiterer sieben Atomkraftwerke bei.

Dieter Majer, der ehemalige Atom-Aufseher im Bundesumweltministerium, hatte vor kurzem der EnBW schwere Versäumnisse beim AKW Neckarwestheim vorgeworfen und erklärt, die Gefahr durch Risse werde offenbar massiv unterschätzt. „Was muss passieren, bis die grün geführte Landesregierung endlich die Reißleine zieht und den Rissreaktor stilllegt?“, fragte Armin Simon von der Initiative Ausgestrahlt. „Selbst einen Reaktor, in dem sich seit Jahren immer neue gefährliche Risse bilden, will sie auf Teufel komm raus bis zum letztmöglichen Termin am Netz halten, obwohl der Zustand seit 2018 nicht mehr der Genehmigung entspricht.“

Die Umweltgewerkschaft hatte zur Demo aufgerufen und beteiligte sich gut sichtbar mit Transparent und Fahnen. Es wurden Magazine „Perspektive Kreislaufwirtschaft“ verkauft.


Liebe Frauen,
wir von der Umweltgewerkschaftsgruppe Stuttgart freuen uns, dass wir gemeinsam mit Euch feiern dürfen. Seit 30 Jahren: Streitbar, solidarisch, selbstbewusst – für die Befreiung der Frau weltweit! Courage – ein Frauenverband mit Perspektive!“ Das ist ein stolzes Motto, dem wir nur nacheifern können.
Von Anfang an, also schon vor der Gründung der Umweltgewerkschaft, war Courage unser Vorbild, von der Satzung bis zum Magazin. Ihr habt jetzt 25 Jahre Vorsprung und wir schielen immer noch rüber, was ihr anders und was ihr besser macht. Da können wir noch viel lernen.
Wir haben in der Zwischenzeit bereits einiges zusammen gemacht, was uns besonders gefreut hat.
Sehr gut war das Highlight mit Yannik zusammen gegen die „Braune Brut“ und wie sie ihr Unwesen undercover im Umweltschutz treiben. Das war eine gute Vorbereitung für die Auseinandersetzung mit den „Querdenkern“.
Gegen den 'Verfassungsschutz‘ und seine antikommunistische Hetze habt Ihr erfolgreich Eure finanzielle Unabhängigkeit in der Frage der Gemeinnützigkeit wieder erkämpft und gewonnen, das war etwas besonderes.
Courage und die Umweltgewerkschaft haben viele Ähnlichkeiten: vom Organisationsaufbau bis zur Überparteilichkeit, von der Breite des Kampfes bis zum demokratischen Charakter. Es gibt natürlich auch viele Unterschiede, sonst würde es uns beide auch so nicht geben.
Was wir besonders von euch noch lernen müssen sind die Frauenpolitischen Ratschläge bis hin zu dem Weltfrauenkonferenzen. Im Umweltbereich dürfte die Zersplitterung der Bewegung noch größer sein als bei Euch. Deshalb ist es so wichtig diese Schwäche durch die ganze Spalterei zu überwinden. Von bundesweiten Umweltratschlägen hin zu internationalen Umweltratschlägen, oder wie diese dann immer auch heißen werden.
Und noch was sehr wichtiges. Eure Törtchen! Wenn man mit Euch unterwegs war, konnte man nie verhungern. Im Gegenteil, Herz und Magen waren froh!
Auf jeden Fall wünschen wir Euch viel Erfolg bei eurer Arbeit;
Seid mutige Frauen und schreitet voran zu einer besseren Gesellschaft!
Ihr seid der Frauenverband mit Perspektive!
Bleibt gesund und feiert noch recht schön
auf dem Kurt Schumacher-Platz in Mülheim
Kundgebung zum Weltklima-Aktionstag am 14.11. 2020 in Sichtweite des Kohlekraftwerks Moabit
Wir fordern: Kohleverbrennung schnellstens abschalten - nicht erst in 10 Jahren! Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze durch Umbau der Anlagen zur Strom- und Wärme-Erzeugung mittels 100% erneuerbarer Energien! Zusätzlich Bau einer Pilotanlage für Kryo-Recycling von Elektroschrott und Altplastik! Nutzung des bisherigen Kohleschiff-Entladehafens zur umweltschonenden An- und Ablieferung!

Bundesweiter Aufruf der Umweltgewerkschaft zum 14.11. mit Berliner Kundgebungs-Daten:
Abschiebung eines seit 30(!) Jahren in Deutschland lebenden Familienvaters sollte mit Polizeigewalt durchgezogen werden - aber Massenprotest war stärker
(Korrespondenz Umweltgewerkschaft Göttingen)
Am 28.09.2020 um 2 Uhr nachts hat die Nachbarschaftsgemeinschaft im Göttinger "Rosenwinkel" die Abschiebung eines Familienvaters in den Kosovo verhindert. Der Mann lebt seit 30 Jahren in Deutschland und hat eine Familie mit kleinen Kinder in Göttingen. Ungefähr 50 Polizist*innen sind aus Braunschweig und Hannover gekommen, um die Wohnung der Lebensgefährtin des Mannes zu stürmen. Wegen des mutigen Protests der Nachbarschaft musste die Abschiebung abgebrochen werden. Ein Familienangehöriger berichtet: “Ich bin aufgewacht und nach draußen gelaufen. Überall war Polizei, viele Nachbar*innen waren draußen auf der Straße, Kinder haben geschrien und geweint. Ich habe die Polizei gefragt, was sie hier wollen. Sie meinten, sie wollen einen Mann abschieben, der sich in einer Wohnung im Rosenwinkel aufhalten soll.”
Er fragte die Polizei nach einem Durchsuchungsbeschluss. Die Polizei musste zugeben dass sie keinen haben und damit nicht berechtigt sind, die Wohnung zu betreten. Als sie mitbekommen haben, dass die Polizei eine Person abschieben will, ist die ganze Nachbarschaft mitten in der Nacht nach draußen auf die Straße gelaufen und hat gegen die Abschiebung protestiert.
Einladung zum Treffen der Essener Umweltgewerkschaft
am Sonntag, den 25.10.2020 von 11:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr
im Mädchen- und Frauenzentrum Courage Essen e.V. Goldschmidtstraße 3, 45127 Essen

Tagesordnungsvorschlag
1. Aktuelle umweltpolitische Diskussion
Stichworte: Verschärfung der Umweltkrise an vielen Fronten und Zusammenhänge zur Corona-Pandemie.
Der „Roll-Back" in der Umweltpolitik der Bundesregierung und weltweit.
Was ist in den vergangenen Monaten geschehen.
Rückblick FFF-Klimastreiktag am 25.9. und was kann am Weltklima-Aktionstag 14.11. stattfinden ?
2. Bericht von der Regionalversammlung am 19.9 in Essen
3. Verschiebung der Bundesdelegiertenversammlung (BDV) auf März 2021
4. Zusammenschluß der Ortsgruppen von Mülheim und Essen.
Vorbereitung der gemeinsamen Jahresjahreshauptversammlung.
Unser Program für den weiteren Aufbau der Umweltgewerkschaft / Unsere Themenschwerpunkte
3. Verschiedenes, Absprachen
Aus Anlass des empörenden Umgangs mit den Geflüchteten des Lagers in Moria auf der griechischen Insel Lesbos - von denen viele auch Umweltflüchtlingen sind! - dokumentieren wir die Presseerklärung unserer Partner-Organisation SOLIDARITÄT INTERNATIONAL e.V.:
Moria brennt!
Sofortige Evakuierung des Lagers!
Schluss mit der menschenverachtenden Flüchtlingspolitik der EU!
In den frühen Morgenstunden des 9. September wurde ein Großbrand in dem für 2500 Bewohner gebauten, jedoch von ca. 12.000 Flüchtlingen besiedelten Camps Moria/Lesbos/Griechenland bekannt. Im Rahmen des im März 2020 geschlossenen Solidaritätspaktes zwischen Solidarität International (SI) und der Selbstorganisation der Flüchtlinge und der armen Bevölkerung auf Lesbos „OXI“ wenden sich die Initiatoren nunmehr an die Öffentlichkeit.






