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Kontakt: Axel Korn, Ochsensteige 12/4, 89075 Ulm. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Lese- und Diskussionsgruppe der Umweltgewerkschaft Ulm wird ab jetzt wieder 14-tägig fortgeführt! Neue können jederzeit einsteigen, auch ohne das Buch zu besitzen. Beginn Montag 12.5.25 18 Uhr und dann alle geraden Wochen, in Alberts Cafe vor der Volkshochschule oder bei regnerischem Wetter in einer Sitzecke in der VH.

Wir wollen vor allem das „Kampfprogramm der Sofort- und Schutzmaßnahmen“ besprechen, also strategisch nach vorn schauen.
Dass eine globale Umweltkatastrophe abläuft, stellt kaum jemand der am Thema Interessierten in Frage.
Auseinandersetzungsbedarf besteht vor allem bei den gesellschaftlichen Ursachen. Die Profitwirtschaft wird in den Medien sowieso, aber auch in der bürgerlichen Wissenschaft und in der Umweltbewegung unterbelichtet oder gar ausgeblendet.
Auch aktuelle Ereignisse und lokale Aktivitäten sollen aufgegriffen werden. Und es bleibt Zeit zum Kennenlernen und Austausch.
Wir stützen uns auf dieses Buch, weil es wie kein anderes diese Hauptursachen herausarbeitet und eine Perspektive im gesellschaftsverändernden Umweltkampf zur Diskussion stellt.
Bringt neue Interessierte mit!
"Nie wieder ist jetzt!" - Ulm, Münsterplatz, Sonntag 12.30 Uhr (bringt UG-Westen/Fahne, eigene Schilder .... mit)
Der Widerstand gegen die faschistische Gefahr wächst in diesen Wochen, und das ist auch notwendig! Auf eine parlamentarische "Brandmauer" gegen die AfD können wir uns nicht mehr verlassen - sondern wir müssen sie selber bilden.
Trump (USA), Meloni (Italien), Orban (Ungarn), Milei (Argentinien), Kickl (Österreich) sowie Weidels AfD sind allein schon wegen der Leugnung der begonnenen globalen Klimakatastrophe und der Aufkündigung aller internationalen und nationalen Klimavereinbarungen eine existenzielle Bedrohung. Dieses Jahrzehnt ist wohl entscheidend, um das irreversible Umkippen des Weltklimas zu verhindern.
Auch deshalb darf die faschistische Gefahr nicht reduziert werden auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Remigration etc., so prinzipiell wichtig diese Fragen auch sind. Letztlich ist Faschismus - und wir sollten diese Bezeichnung verwenden!- vom Wesen her extreme kapitalistische Ausbeutung von Mensch und Natur. Trumps Regierung arbeitet auf das Ziel hin, dass von den Konzernen Musks, Bezos, Zuckermans, der Energiewirtschaft usw. durchregiert werden kann, ungehindert durch Parlament, Umweltschutz, Grundrechte oder Gerichte. Curtis Yarvin, einer von Trumps Chefideologen sagt, Sklaverei sei natürlich und Feudalismus immer noch besser als Demokratie und die demokratischen Politiker solle man wie einen Tumor herausreißen, Amerika solle wie ein Konzern regiert werden.
Die Umweltgewerkschaft tritt deshalb für einen gesellschaftsverändernden Umweltkampf ein. Wir brauchen eine freimütige Diskussion um eine gesellschaftliche, nicht mehr von der Profitwirtschaft abhängige Perspektive, wo ein Leben in Einheit von Mensch und Natur gesichert ist. Als nächstes großer Projekt bereiten wir einen internationalen Umweltratschlag für 2026 gemeinsam mit möglichst vielen Kräften vor.
Für diese Arbeit brauchen wir viele neue Miglieder und Spenden.
Kalt wars, aber die Stimmung sehr gut. Pavillon, Infotische, Stelltafeln, Plakate, und unser großes Banner konnten sich auf dem Geschwister-Scholl-Platz so richtig ausbreiten und der Lautsprecher erreichte auch die an der Bushaltestelle Wartenden. An der Aktion mit Beiträgen beteiligt waren neben der UG die MLPD, ein Mitglied der Linken mit einem Transparent gegen Umweltzerstörung durch das Militär, ein Aktivist von den Baumbesetzern im Altdorfer Wald. Vielen Dank an die Ortsgruppe Ravensburg-Friedrichshafen, die uns unterstützt hat und unter anderem mit einem Flohmark 17€ Spenden für die UG eingenommen hat.
Anlass der gemeinsamen Aktion war die Uno-Klimakonferenz COP29 in Baku. Die Eineitungsrede der Umweltgewerkschaft bezeichnete die letzten Konferenzen als reine Greenwashing-Projekte, wo statt Klimaschutzbeschlüssen Gas- und Ol-Deals und fragwürdige Kompensationsgeschäfte abgeschlossen werden. In der Zwischenzeit ist der Kohlendioxidausstoß weltweit permanent weiter und erreicht jetzt 422 ppm bzw. 1,54 Grad höhere Erdtemperaturen gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter. Die Profitgier der internationalen Übermonopole steuert uns immer weiter in die begonnene gobale Klimakatastrophe. Die andere Seite ist der globale Widerstand dagegen, mit dem die UG in Verbindung steht, der aber noch gestärkt werden muss.
Das Foto ging zusammen mit der Erklärung (s.u.) an die Umweltschützer im serbischen Jadartal.
Unser zweiter Redebeitrag zählte kommunale Umweltforderungen auf, für die Bereiche Wärmeerzeugung, Stromerzeugung und Verkehr. "Diese Forderungen sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Im Gegenteil, wir streben an, gemeinsam mit den Gruppen im Ulmer Klimanetz systematisch ein Forderungsprogramm zu erarbeiten und dafür auf der kommunalen Ebene gehörig Druck zu machen."
Der Sprecher der MLPD begründete seine Beteiligung am Aktionstag damit, dass die globale Umweltkatastrophe für die weltweite Arbeiterbewegung und für eine marxistische Arbeiterpartei nicht eine Frage unter vielen ist, sondern eine eine ganz maßgebliche, existenzielle, weil das Überleben der Menschheit daran hängt. Das werde ein zentrales Thema im kommenden Wahlkampf und sei untrennbar verbunden mit der Frage der faschistischen Gefahr, der Gefahr der Eskalation der Kriege im Nahen Osten und der Ukraine zu einem Weltkrieg. Sie werde heute auch Unterstützungsunterschriften für die Wahlzulassung sammeln. Sie sind optimistisch, dass sie diese undemokratische Hürde für kleine Parteien überwinden.
Der Umweltkämpfer aus dem Altdorfer Wald berichtete von der drohenden Abholzung des Waldes, nur um eine Kiesgrube zu erweitern. Er stellte den Zusammenhang her zur ökologischen Schädlichkeit der Beton- und Zementindustrie, der Versiegelung von Flächen und der nicht-nachhaltigen Bauwirtschaft. Ja, das ganze Jahr über, auch jetzt in den Wintermonaten wohnen die Baumbesetzerinnen und Besetzer auf den Bäumen. Respekt!
Alle gemeinsam verabschiedeten wir eine Solidaritätserklärung mit der Umweltbewegung im Jadar-Tal in Serbien (Siehe Kasten).
In der Nachbesprechung fiel uns auf, dass gerade jüngere Menschen Interesse zeigten und gute Gespräche mit uns führten. Ein Zeichen für einen Aufschwung von Aktivitäten? Gleichzeitig hörten wir in Gesprächen mit einigen Menschen heraus, dass die gegenwärtige politische Entwicklung ihnen richtig Angst macht und sie lähmt. Dennoch sagten sie "Gut dass es Leute wie Euch gibt, die nicht ruhig bleiben!"
Und wir dürfen nächstes Mal nicht vergessen, heißen Tee und Kaffee mitzubringen.
Liebe Umweltschützerinnen und Umweltschützer gegen den den Lithium- Bergbau im Jadar-Tal (Serbien)!
Wir hatten heute in Ulm/Donau einen Umweltkampftag und haben uns über eure Proteste im Jadartal und ganz Serbien informiert. Wir erklären uns solidarisch (Foto) mit eurem Kampf gegen den umweltzerstörenden und rücksichtslosen Abbau von Lithium durch den Bergbaukonzern Rio Tinto in eurem Tal und in weiteren 39 Minen. Wir kritisieren, dass unsere deutsche Regierung federführend dieses Projekt initiiert hat. Umweltschutz ist grenzenlos! Von der Jadar bis zur Donau - hoch die internationale Solidarität!
Umweltgewerkschaft Ulm
Bildungsabend "Der kapitalistische Raubbau an Rohstoffen"
Das war das jüngste Thema. Für die moderne Industrie, insbesondere Fahrzeuge, Informationstechnologie und Rüstung, sind Konzerne scharf darauf, über die knappen Rohstoffe zu vefügen oder sie zu kontrollieren. Wir machten uns das am aktuellen Beispiel der Ukraine klar. In dem von Russland besetzten Donbass sind große Reserven an Kohle, Eisen, Titan, Mangan, Quecksilber, Lithium und Schiefergas. Eine hochindustrialisierte Region v.a. mit Stahlerzeugung und chemischer Industrie, mit entsprechenden Fachkräften. Und die Ukraine hat die europaweit größten Schwarzerdeflächen und weltweit Rang 2, für die Agrarwirtschaft von extremer Bedeutung. Der furchtbare, mit der Aggression Russlands begonnene Krieg, hat hierin seine materielle Ursache. Wer wird die Region in diesem globalen Konkurrenzkampf kontrollieren und wer wird die Kontrolle verlieren?
Allein ein Kampfjet benötigt 420 Kg Seltene Erden. Für Lithium (Batterien) sind internationale Konzerne tätig (teilweise mit inhumenen und illegalen methoden) tätig in Chile, Bolivien und Argentinien. Große Flächen des Meeresbodens werden nach den Manganknollen durchgeplügt, was zu großen ökologischen Schäden führt.
Je entwickelter die gewinnorientierte Wirtschaft ist, um so größer ihr Hunger nach Rohstoffen. Würde die ganze Weltbevölkerung so viel Rohstoffe verbrauchen wie Deuschland, bräuchte sie 3 mal den Planeten Erde. Im Fall der USA wären es 5. Letztlich liegt das aber nicht an der Masse der Konsumenten. Diese objektiv schädliche Lebensweise wird den Menschen bei diesen Lebens- und Arbeitsbedingungen regelrecht aufgezwungen.
Gibt es Alternativen? Natürlich drängt sich diese Frage jedem kritischen Menschen auf!
Durchgesetzt werden muss die Reduzierung und das Recycling des Rohstoffverbrauchs in Richtung einer echten Kreislaufwirtschaft.
Mehr Investitionen in die Forschung über nachhaltige Rohstoffverwendung. Auch in Ulm wird über nachhaltige Alternativen zu Lithium geforscht, es gibt bereits Alternativen, sie werden aber ausgebremst, wenn sie die Rendite schmälern!
Wie viele Mio. Tonnen Lebensmittel werden aus "Kostengründen" und Bequemlichkeit vernichtet!
Vieles kann und muss durchgesetzt werden. Aber es entfaltet sich immer mehr der Wunsch nach einem vernünftigen und gerechten anderen "System".

Nächste Diskussionsrunde: 25.11.24 18 Uhr Volkshochschule (Sitzecke): Kapitel A7: Neue Qualität der Vermüllung, Vergiftung und Verschmutzung der Biosphäre.
Die Lese- Diskussionsgruppe zum Buch (Foto) wird bis Ende Februar ausgesetzt!
Das war das Thema unseres regelmäßigen offenen Bildungs- und Diskussionsabends in Ulm . Dabei konnten wir neue Interessenten begrüßen.
Die Erde steuert auf das 6. Massensterben ihre Geschichte hin. Das ist das Resumé aus dem Kapitel A5 des empfehlenswerten Buchs „Die Umweltkatastrophe hat begonnen (Ergänzungsband)“ (ISBN: 978-3-88021-670-9)
Diese Entwicklung verläuft in unserem Alltag weitgehend unbemerkt. Den meisten Menschen fällt höchstens der Wegfall der Mücken auf den Autowindschutzscheiben und die selteneren Schmetterlinge und Singvögel auf.
Dass Artenvielfalt die notwendige Lebensgrundlage der Menschheit ist, ist noch zu wenig bekannt oder wird verdrängt und wir müssen es zum Thema machen! Die Anzahl der Arten auf dem Land ist um mindestens 20% bereits verringert, - in den Meeren ist es ein Drittel.
Durch die Erhöhung der Land- und Meerestemperaturen verlieren Lebewesen z.B. ihre Nahrungsgrundlage. So verschwindet allmählich der Nordseekabeljau (Dorsch), weil eine bestimmte Art des Zooplanktons, von dem er sich ernährt, aufgrund der zu hohen Wassertemperatur abwandert.
Von 8 Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit sind rund eine Million vom Aussterben bedroht. Die Pflanzen- und Tierarten einschließlich des Menschen bilden komplexe Wirkungsgefüge mit wechselseitiger Abhängigkeit. Sterben Arten aus, hat das weitreichende Folgen bis hin zum Kippen von Ökosystemen. Den Zeitpunkt des Kippens kann man nicht vorhersagen. Aber sobald wir ihn merken, wird es zu spät sein.
Wir fordern außer der sofortigen Umstellung auf 100% Erneuerbare: Renaturierung geschädigter Ökosysteme, Rettung der wichtigen Korallenriffe, Ausbau von Naturschutzgebieten, Reduzierung bzw. Verbot von schwer abbaubaren Pestiziden, Verpflichtung zu artenreichen Grünflächen, u.a. auch in Wohngebieten.
Viele weitere Fragen wurden verständlich und in einem guten Gesprächsklima besprochen. Ein Einstieg ist für Neue jederzeit möglich.
Wir treffen uns 14-tägig montags um 18 Uhr in einer freien Sitzecke in der Volkshochschule.
Mit den Meeren verbinden viele Menschen Urlaub oder Fischessen. Das wird zu Ende gehen, wenn die Menschheit nicht wirksame Schutzmaßnahmen ergreift.
Die Ozeane nehmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und wirken als gewaltige Kohlenstoffsenke für 25% des menschengemachten Treibhauseffekts. Weniger bekannt ist, dass es sich dabei um einen empfindlichen Kohlenstoffaustausch handelt, mit CO2 Aufnahme und -abgabe. Es ist ein physikalisches, chemisches und biologisches Gleichgewicht, das seit Jahrmillionen unsere menschlichen Lebensgrundlage garantiert. Temperaturunterschiede, Salzgehalt, Stoffwechsel der Lebewesen (vor allem Phytoplankton) und andere Faktoren sorgen für eine relative Stabilität. Die Ozeane sind immer global in Bewegung und umrunden den Planeten wie eine Art "Wasserförderband". Kalte Strömungen sinken, warme steigen auf, salzhaltigeres Wasse sinkt wiederum usw. Veränderungen der Oberflächentemperatur und Eisschmelze sind bereits heute irreversibel. Die Meerestemperaturen beeinflussen maßgeblich das Erdklima, das jetzt zunehmend instabil wird, mit der Folge von Wetterextremen - bis hin zu Hochwasserkatastrophen in Regionen, die bisher weitgehend verschont geblieben waren (siehe Artikel unten).
Wissenschaftler forschen, wie man daraus Nutzen ziehen könnte, dass Kohlenstoff von Mangroven, Algen, Plankton, Seegraswiesen und Tangwäldern in Biomasse umgewandelt wird. Diese Biomasse sinkt nach dem Absterben im Lauf der Zeit in die Tiefe und verbleibt für Jahrtausende im Meeresboden. So könnte man in industriellem Großmaßstab der Atmosphäre das klimaschädliche Treibhausgas entziehen.Solche und andere Eingriffe in das Ökosystem sind aber zweischneidig. Ihre Folge ist eine Kettenreaktion, die noch erforscht werden muss.
Ganz abgesehen davon steht die kurzsichtige konkurrenzorientierte Profitwirtschaft der Freisetzung der erforderlichen Mittel und der Kooperation der Staaten im Wege. Deshalb muss die Umweltbewegung ihren Druck massiv erhöhen und letztlich eine Systemveränderung herbeiführen.
Unser nächstes Treffen befasst sich mit der Rolle der Wälder und der Artenvielfalt. Im abgebildeten Buch (unten) sind es die Kapitel A4 und A5. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Treff: Alberts Cafe (vh Ulm) Montags 14-tägig (gerade Wochen), 24.6. usw. 18 Uhr.
Zu unserer Veranstaltung haben wir auch alle Ulmer Umweltgruppen eingeladen. Außer um das Titelthema geht es auch um den Stand der Vorbereitung der Umweltstrategiekonferenz.







