Aus dem Grundsatzprogramm der Umweltgewerkschaft e.V.:
„Um… eine globale Umweltkatastrophe abzuwenden, braucht es eine neue Qualität der Umweltbewegung und eine weltweit überlegene Kraft gegen die Hauptverursacher in Konzernzentralen, Banken und Regierungen. (…) Wir suchen den engen Schulterschluss zwischen Arbeiter- und Umweltbewegung und schließen uns auf der Grundlage gewerkschaftlicher Prinzipien als Umweltorganisation zusammen – lokal, national und international. Der Gewerkschaftsgedanke steht für den gemeinsamen Kampf um unsere existenziellen Lebens- und Zukunftsinteressen, für Kampfgeist, Solidarität und breitesten überparteilichen Zusammenschluss. Wir treten für eine gesellschaftliche Alternative ein, in der die Einheit von Mensch und Natur verwirklicht wird.”
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COP30-Proteste in Brasilien/3: Fotos von der Großdemo am 15.11. in Belém
Die FAZ schreibt dazu: "Der 'Marsch fürs Klima' zog am Vormittag (Ortszeit) mit lauten Gesängen und Parolen durchs Zentrum der Millionenstadt Belém. Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 50.000 Menschen an der Demonstration teil, darunter indigene Gruppen und Gewerkschaften."
Der SPIEGEL schreibt: "Zum ersten Mal seit der COP26 im schottischen Glasgow 2021 sind bei der COP30 in Belém wieder größere Proteste möglich. Bei den drei vorherigen Klimakonferenzen in Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Aserbaidschan konnten Aktivisten wegen drohender Repressionen nur innerhalb des Konferenzgeländes demonstrieren, das von der Uno verwaltet und bewacht wird."
Hier Fotos unserer gemeinsamen Delegation aus Umweltgewerkschaft, IEC2026-Koordinierung, Frauenverband COURAGE, United Front, MLPD:








COP30-Proteste in Brasilien/2: Grußadresse unserer Delegation in Belém an die ICOR-Kundgebung in Rotterdam + Fotos + Videogruß
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir senden euch von der Delegation aus Umweltgewerkschaft, Umweltstrategiekonferenz, MLPD, Jugendverband Rebell und Frauenverband Courage aus Belém / Brasilien solidarische und umweltbewegte Grüße!

Es ist gut, dass die COP30 eröffnet wurde mit der Kritik an faschistischen Klimaleugnern. Die Massen in Brasilien kritisieren deswegen auch massiv ihren ehemaligen Präsidenten, den Faschisten Bolsonaro. Dieser ließ rücksichtslos den 58 Millionen Jahre alten Regenwald abholzen, in dem heute noch in Brasilien über 320 indigene Völker leben. Die Liebe zu diesem Regenwald in der Bevölkerung und der Drang, diesen zu bewahren, ist allgegenwärtig.
Die COP30 soll nun laut Brasiliens Präsident Lula ein 'Gipfel der Wahrheit' werden. Wahrheitscheck? Durchgefallen!
Erstens wird die gesamte Dimension der begonnenen Umweltkatastrophe penetrant relativiert. Es ist aufgrund der selbstzerstörerischen Prozesse und Eigendynamik der Umweltkatastrophe eben nicht so, dass man die Erderwärmung durch Reduzierung des CO2-Gehalts wieder zurückdrehen kann wie ein Thermometer. Dann wird neu die Lüge vom grünen Kapitalismus aufgetischt, während in Wirklichkeit die rücksichtslose Zerstörung der Natur durch Bergbaukonzerne usw weitergeht.
Auf dem Gipfel der Völker mit über 1100 Organisationen aus dem Großteil des fortschrittlichen Spektrums findet eine Strategiediskussion über den Weg des Umweltkampfes statt. Die Kapitalismus-Kritik ist allgegenwärtig, doch wird von den Veranstaltern stark auf Mitsprache am COP30 und auf Appelle an politische Entscheidungsträger orientiert. So eine tiefe Kritik an eben diesen Politikern und Regierungen - und dann doch noch weiter an ihrem Rockzipfel hängen?
Wir brauchen einen Umweltratschlag mit einer unabhängigen und auf praktische Kooperation orientierenden Strategiediskussion. Viele Teilnehmende, denen wir diesen Standpunkt und unsere Ideen mit Händen und Füßen näher brachten, waren unserer Meinung. Einige Bücher "Katastrophenalarm!" wechseln den Besitzer und viele neue Kontakte wurden geknüpft
Für den Internationalen Umweltratschlag gibt es neue Referenten und Interessenten und Überlegungen für den Austragungsort. Es gelang hier auf dem Gipfel der Völker ein fester Zusammenschluss der Umweltbewegung mit seinen vielfältigen Organisationen, und hier gibt es eine richtige Aufbruchsstimmung - gemeinsam den Regenwald retten! Jetzt gehen wir zur großen Demonstration. Es werden ca 50.000 Menschen erwartet.
Solidarische Grüße aus 35 Grad in Belém!
===> Videogruß der Delegation auf der IEC2026-Homepage abrufbar, hier klicken: https://umweltstrategiekonferenz.org/
===> und hier zwei Bilder der Kundgebung der ICOR/Europa, an die sich obenstehende Grußadresse richtete, am Internationalen Umweltkampftag 15.11.2025 vor dem Hauptbahnhof Rotterdam/Niederlande. Auch Vertreter der Umweltgewerkschaft waren extra dazu angereist:


COP30-Proteste in Brasilien/1: erste Bild-Eindrücke unserer UG- und IEC2026-Delegation







...und noch Internet-Fotos von Belém + Karte und dem COP30-Eingang:



(Weitere Bilder & Berichte folgen!)
UG-Aufruf zum Internationalen Umwelt-Aktionstag 2025 / Aufruf zum IEC-2026
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Aufruf zum Internationalen Umwelt-Aktionstag 2025
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zum Herunterladen des IEC-2026-Aufrufs |
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Berlin+Stuttgart: UG auf den großen Antikriegsdemos am 3.10. _ ERGÄNZT!
Einige Bild-Eindrücke: 1) BERLIN:




Einige Bild-Eindrücke: 2) STUTTGART:





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Redebeitrag Umweltgewerkschaft Stuttgart
(LKW-Bühne der Antikriegs-Kundgebung am 3.10.25 in Stuttgart)
Liebe Friedensbewegte,
wir stehen an einem entscheidenden Punkt in der Geschichte unserer Welt. Sie wird heutzutage mehrfach in ihrer Existenz bedroht. Da ist die weltweite Kriegspolitik mit der Gefahr eines atomaren 3.Weltkriegs, da ist aber auch die begonnene Umweltkatastrophe, die das Potential hat die menschliche Zivilisation zu vernichten. Beides wird befeuert von einer weltweiten Rechtsentwicklung und faschistischen Parteien und Regierungen. Dies alles fordert aber auch heraus sich dem entgegenzustellen, nicht nur heute auf der Demo!
Krieg, insbesondere ein Weltkrieg ist die größte Umweltzerstörung. Bombardierungen zerstören ganze Städte, Wälder werden niedergebrannt, Böden verseucht, Wasserquellen vergiftet. Krieg hinterlässt nicht nur verbrannte Erde, sondern vernichtet auch das fragile Gleichgewicht unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Die Klimakatastrophe, die Zerstörung von Regenwäldern und die Ausbeutung von Böden sind nur einige der unzähligen Symptome einer kapitalistischen Gesellschaft, die v.a. an kurzfristigen Gewinnen statt am langfristigen Überleben der Menschheit orientiert ist.
Ganz in diesem Sinn streicht die Wirtschaftsministerin Klimaschutzmaßnahmen und nennt das Ganze einen „Realitätscheck“. Da fragt man sich in welcher Realität lebt die eigentlich? Die gleiche Regierung setzt sich zum Ziel über 40% des Bundeshaushalts für die Kriegstüchtigkeit auszugeben. Das bedeutet als Konsequenz massiver Abbau sozialer Leistungen, Umverteilung der Steuergelder für Hochrüstung und Roll Back im Umweltschutz. Realität ist die soziale und ökologische Katastrophe.
Unsere ganz besondere Solidarität und Mitgefühl gilt den Menschen in Gaza. Inzwischen wurde die internationale Friedensflotte von israelischen Schiffen gestoppt und geentert, die Kommunikation unterbrochen. An Bord sind Hilfsgüter, die dringend benötigt werden. Mit dabei sind auch Umweltschützer, wie Greta Thunberg. Das Stoppen dieser Flotte geschieht in internationalen Gewässern und ist nach geltenden Gesetzen illegal. Wir fordern sofortigen Waffenstillstand, Freigabe der Schiffe! Von der Bundesregierung fordern wir dass sie endlich, wie schon über 150 andere Länder, Palästina als Staat anerkennt!
Umweltkampf und Friedenskampf sind heute wie 2 Seiten einer Medaille für das Überleben der Menschheit. Als Umweltgewerkschaft arbeiten wir daran, dass in 2026 ein internationaler Umweltratschlag stattfindet. Wir führen eine gesellschaftliche Strategiediskussion, fördern Bewusstseinsbildung und verbinden das mit internationaler Kooperation und Unterstützung. Wir lernen uns kennen, beraten uns gegenseitig und lernen voneinander. Wir fördern es, dass alle demokratischen Bewegungen den Umweltkampf zu ihrer Sache machen. Besonders wichtig ist unserer Meinung nach die Einheit von Umwelt-, Friedens- und Arbeiterbewegung. Mittlerweile sind Aktivisten aus ca. 20 Ländern am Vorbereitungsprozess beteiligt.
Macht mit und engagiert euch, denn gemeinsam können wir die Welt verändern!
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UG München: Flugblatt zur IAA 2025


UG München: Demo gegen Gasbohrungen bei Reichling am 16.08.2025
„Sauberes Gas? Dreckige Lügen!“ 27.08.2025, München, Korrespondenz
So steht es auf einem Transparent der Bürgerinitiative Reichling-Ludenhausen, zwei kleine Dörfer im Voralpenland, in der Nähe vom Ammersee, die seit Monaten gegen das Gasbohren kämpfen. In ihrer Nachbarschaft steht ein 40 Meter hoher Bohrturm, um bis in 3000 m Tiefe nach Gas zu bohren. Die Dorfbewohner befürchten, dass ihr Trinkwasser vergiftet und durch Bohrtürme und Transporte, Felder, Wiesen und Wälder zerstört werden. Gelingt es dem kanadischen Konzern MFC Energy, auf ein Gasfeld zu stoßen, das auf 300 bis 500 Milliarden Kubikmeter geschätzt wird, dann sollen 10 weitere Bohrungen im Gebiet um den Ammersee folgen.













